Salurner Wirtschaft: Wein als Zugpferd nutzen und neue Unternehmen anwerben

JG_Unterland_SalurnSalurn – Die Junge Generation aus Salurn und Buchholz/Gfrill habe ein Informationsabend zum Thema Wirtschaftsstandort Salurn organisiert. Beleuchtet wurde wie es um Landwirtschaft, Handwerk, Industrie und Tourismus steht und welche Entwicklungen möglich sind.

Referent war Stefan Perini vom Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen, der im Foyer der Firma Alpentrans die Wirtschaftslage der Unterlandler Gemeinde analysierte. Unterstützt wurde der Abend durch die Südtiroler Bauernjugend und den Bauernbund.

52% der Salurner Unternehmen sind in der Landwirtschaft tätig. Betriebe mit dem Tätigkeitsfeld Dienstleistung und Handel sind im Vergleich zu Südtirol ebenfalls überdurchschnittlich vertreten. Positiv ist die Arbeitsmarktentwicklung, seit 2002 wurden 185 Arbeitsplätze geschaffen. Die Pendlerbilanz ist hingegen negativ: 800 Personen arbeiten außerhalb des Dorfes und 300 Personen pendeln hingegen nach Salurn.

In Salurn gibt es noch freie Flächen auf denen sich Betriebe ansiedeln können. Die Unternehmen sollten aufgrund ihres Bedarfs an qualifizierten Arbeitskräften ausgewählt und nach Möglichkeit aktiv angeworben werden. Entwicklungspotentiale können bei Wirtschaftsstammtische, bei denen sich alle Unternehmer der Gemeinde treffen, erörtert werden. „Die wirtschaftliche Entwicklung wird die Zukunft des Dorfes positiv beeinflussen und verhindern, dass Salurn zu einer Schlafstätte wird“, so die JG in einer Pressemitteilung.

Aufholbedarf gibt es beim Tourismus. Die Analyse des WIFO besagt, dass es Potenzial für Beherbergungsbetriebe und Urlaub am Bauernhof gibt. „Dabei soll auf den Wein als Zugpferd gesetzt werden. Die Weinstraße, Weinwanderungen und das günstige Klima gilt es auszunützen“, sagt der Ortsjugendreferent Stefan Franceschini in seiner Zusammenfassung des Abends.

 

JG-Räte im Unterland

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Jürgen Rella

Jürgen RellaDerzeit Abschluss der politischen Wissenschaften mit den Schwerpunkten Europäische Union und Wirtschaft an der Universität Salzburg. Beschäftigt sich besonders mit der Sozialen Marktwirtschaft und der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU. Mitbegründer des „Forum Heimat“ in der SVP, Bezirksjugendreferent im Unterland und in mehreren Vereinen seiner Heimatgemeinde Tramin engagiert.


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