JG Neumarkt: "Altes Rathaus" - Konsens statt Konfrontation!

JG_Neumarkt31.05.11Aufgrund der zunehmenden Meinungsäußerungen und Maßnahmen bezüglich des Projektes "Altes Rathaus", welches unserem Dorf und der gesamten Dorfgemeinschaft nach außen hin zumindest in einigen Fällen kompromittierende Ergebnisse bescheren, sehen wir es als notwendig und richtig, unseren Standpunkt zu formulieren.

Es ist verständlich, dass keine Veränderung kommen kann - und sei sie noch so wohlwollend und gut gemeint - ohne eine Gegenposition zu provozieren. Die Frage ist, ab wann wir alle einen Entscheidungsprozess als abgeschlossen akzeptieren müssen. Nachdem das Projekt "Altes Rathaus" aber in der vergangenen Amtsperiode bereits eingehend diskutiert und auch abgesegnet wurde, können wir den plötzlich auftretenden Unmut, den dieses Projekt mit sich zieht, nur bedingt akzeptieren. Mögen die erhobenen Einwände gegen das Projekt vielleicht auch schlüssig sein - wir sind vom Gegenteil überzeugt-, ist jedenfalls der Zeitpunkt der Beschwerdeführung eindeutig zu spät. Wir sprechen uns daher, nach umfassender Einsicht in die Unterlagen, sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus verfahrenstechnischen Überlegungen heraus klar für den Abriss und Neuaufbau des "alten Rathauses" aus.

Was die erhobenen Einwände in inhaltlicher Hinsicht betrifft: Eine Sanierung bzw. eine Neuausschreibung des Projektes schließen sich für uns aufgrund verschiedener Umstände aus. Das aktuelle Projekt wurde neben der politischen Bewertung vonseiten der Gemeinde auch von einer Fachexpertenkomission des Landes in technischer Hinsicht z.T. überarbeitet und bestätigt. Das Gebäude, dessen Eigentümer die Gemeinde Neumarkt selbst ist, steht nicht unter Denkmalschutz und ist aus architektonischer Hinsicht nicht unbedingt für das Ensemble der Umgebung erhaltenswert. Wir beurteilen die Äußerungen und Maßnahmen gewisser politischer Bewegungen, Organisationen und Privatpersonen als nicht konsensgerichtet. Es darf nicht sein, dass eine derartige Thematik innerhalb einer Gemeinde für politische, privatwirtschaftliche und ähnliche Belangen missbraucht wird. Wohl aber fordern wir als Junge Generation in der SVP Neumarkt, die aktuelle Gemeindeverwaltung auf, die neuen Entscheidungsfindungsprozesse innerhalb der Gemeinde an die neuen Ansprüche der Bürgerschaft anzupassen, damit die Entscheidungen in dieser Amtsperiode nicht in der kommenden neuerlichen Revisionsgedanken zum Opfer fallen. Wir fordern alle Beteiligten auf, die Sachlage in ausgewogener Weise und mit Kompromissbereitschaft zu verfolgen, damit auch der Konsens innerhalb unserer Dorfgemeinschaft nicht aufs Spiel gesetzt wird.

 

JG-Räte im Unterland

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Jürgen Rella

Jürgen RellaDerzeit Abschluss der politischen Wissenschaften mit den Schwerpunkten Europäische Union und Wirtschaft an der Universität Salzburg. Beschäftigt sich besonders mit der Sozialen Marktwirtschaft und der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU. Mitbegründer des „Forum Heimat“ in der SVP, Bezirksjugendreferent im Unterland und in mehreren Vereinen seiner Heimatgemeinde Tramin engagiert.


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