JG Naturns: „Vorfahrt für Lebensqualität“

Die Junge Generation in der SVP Naturns hat mit Verwunderung die aktuelle Diskussion zu den „Blumentöpfen“ im Dorfzentrum zur Kenntnis genommen und hält an dieser Stelle eine erklärende Gegendarstellung für angebracht.
Zunächst wird unterstrichen, dass die Engstellen in der Tat mobil sind und somit gegebenenfalls entfernt werden können. Am vergangenen Donnerstag gab es keine absolute Dringlichkeit eben jene mobilen Engstellen zeitweilig zu entfernen.

Die Junge Generation verfolgt folgende Argumentation:

1) Bei einer Sperrung des Tunnels passieren nicht wie gewöhnliche rund 6.000, sondern vielmehr 16.000 Autos den Ortskern von Naturns, weshalb ein „Chaos“ dann wohl nicht „unnötig“ sondern eher unumgänglich ist. Es handelt sich hier um eine Ausnahmesituation, die nur durch eine Ausweitung der Strasse effektiv umgangen werden könnte. Das überhöhte Verkehrsaufkommen sorgt für eine Überlastung, nicht die verkehrsregelnden Maßnahmen.

2) Die Junge Generation ist überzeugt, dass in einem Ortszentrum die schwächeren Verkehrsteilnehmer bevorzugt behandelt werden sollen: Es gilt für RadfahreInnen und FußgängerInnen einen sicheren Aufenthaltsraum zu schaffen. Gerade auf Kinder und ältere Menschen soll Rücksicht genommen werden. Weniger Verkehr im Ortskern steigert die Lebensqualität für alle. Aus diesem Grund muss der Straßenraum im Dorfzentrum auch weiterhin als Aufenthaltsraum gesehene werden. Hier muss der Lebensqualität „Vorfahrt“ vor dem möglichst raschen Weiterkommen der Autos gegeben werden.

3) Es erschließt sich unserer Meinung nach kein Zusammenhang zwischen den Engstellen und beschriebenen „gefährliche(n) Wende-, Überhol und Ausweichmanöver(n)“ im Ortskern von Naturns. Die Verkehrsregelung ist klar, Autofahrer müssen eigenverantwortlich Rücksicht nehmen.

4) Parallel zu den Verbauungsmaßnahmen soll auch weiterhin auf Sensibilisierung gesetzt werden, damit der innerörtliche Suchverkehr reduziert wird.


Die Junge Generation kommt also zum Schluss, dass es sich um eine Ausnahmesituation gehandelt hat, in der gerade angemessene Sicherheitsvorkehrungen richtig und wichtig sind. Sie lädt abschließend zum inhaltlichen Diskurs ein und bittet dahingegen von populistischen Aussagen in den Medien in Zukunft abzusehen.

 

JG-Räte im Burggrafenamt

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Ulrich Ladurner

Ulrich-LadurnerWohnhaft in Algund, Studium der Rechts- und Politikwissenschaften in Innsbruck, Padova und Mailand, derzeit tätig als Rechtsanwaltsa. in einer Burggräfler Anwaltskanzlei, seit 2006 Ortsjugendreferent und seit 2010 Bezirksjugendreferent, seit 2010 als Mitglied des Gemeindeausschusses Algund u.a. verantwortlich für Jugend, Wirtschaft, Verkehr und Marketing sowie ehrentamtlich in mehreren Vereinen und Institutionen tätig.


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